Diesen Artikel einer Jenaer Abiturientin fand ich durch Zufall. Sie schreibt über „Unnützes auswendig gelerntes Wissen, Leistungsdruck und Stress, der zur Selbstverletzung führt“.

http://www.otz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Jenaer-Abiturientin-ueber-ihre-Schulzeit-Vor-allem-gelernt-Angst-zu-haben-1497947432

Ich, Abitur 1990, finde mich in diesem Text zwar in Vielem wieder, habe aber einen solchen Artikel damals nicht geschrieben, kenne niemanden unter meinen Gleichaltrigen, der das getan hat und kann mir auch nicht vorstellen, dass es damals ein Forum für Texte dieser Art gegeben hätte.

Das zeigt, dass der gesamtgesellschaftliche Blick auf die Schule ein anderer geworden ist. Nicht nur darin, an ihr Kritik zu üben, sondern auch in den Erwartungen an lebensnahe, menschliche Qualität. Das Umdenken erfolgt nicht „top down“, sondern setzt bei den engagierten Lehrkräften an: Sie müssen Raum dafür erhalten, das aufzugreifen, was die Abiturientin in ihrem Artikel anprangert, und mit ihren Aktivitäten als Vorbilder wirken.

 

geschrieben von Sabine Küster

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