Das Raumkonzept „Lernen braucht Raum“ hat mir eine größere Sicherheit in meiner Organisation gegeben. Ich kann jetzt Unterrichtsmaterialien leichter präsentieren und Kolleginnen Platz für ihre eigenen Materialien anbieten. Auch die Kinder haben durch das Raumkonzept eine höhere Übersicht bekommen. So entfallen unnötige Fragen der Schülerinnen und Schüler nach dem Aufbewahrungsort von Unterrichtsmaterialien und Zusatzmaterialien. Durch das Konzept können Sitzkreise für einen Informationsaustausch schneller und effizienter gebildet werden; denn es ist ja jetzt genug Platz vorhanden.

Dies alles gibt den Kindern und mir eine höhere Übersicht und macht uns entspannter, sodass mehr Zeit für mich als Lehrer für vielfältigeres und differenziertes Lernen vorhanden ist.

Für mich ist es völlig unverständlich, dass dieses Raumkonzept nicht schon viel früher und bundesweit eingeführt wurde. Ein geordneter und vor allen Dingen ein konzeptioneller Raum gibt Kraft und verhindert den Stress, der durch Chaos erzeugt wird. Gut ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler sowie die Kolleginnen die gleichen Grundstrukturen in den anderen Räumen vorfinden. So müssen sich Schüler und Lehrer nicht jedes Mal von einer Ordnung in das Chaos umorientieren und man hat mehr Kraft und Zeit im Team zu arbeiten, ohne sich über grundlegende Lernvoraussetzungen auseinandersetzen zu müssen.

Aufgrund des Raumkonzeptes möchte ich die Schule nie wieder verlassen, es sei denn eine andere Schule würde dieses Konzept auch leben. Das erste Mal in meinem Berufsleben als Lehrer habe ich mit 53 Jahren das Gefühl angekommen zu sein und ein Pensionsalter von 67 Jahren erreichen zu können.

 

Kai Neumann, OGGS Glashütte

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